Dynamik und Groove steht bei der Aachener Band
Parajubu im Vordergrund. Und diese Formation klingt wie eine Mischung aus den
Red Hot Chili Peppers und Tool: verschachtelte Breaks und krumme Takte treffen
auf 60s-Power-Trio-Energie und funky-hektische Crossover-Riffs. Absolut scharf
sind einige psychedelische Gitarren-Sounds, und auch Jam-Rock-artige
Improvisations-Parts mit hohem Abgehfaktor können überraschen. Diese drei
Musiker haben stellenweise richtig experimentiert! Zu diesem hervorragenden
instrumentalen Konzept kommt noch ein irgendwie manischer Gesangsstil – das hat
Klasse. [Gitarre & Bass / 2006]
Der frankophile Singer/Songwriter präsentiert sein neuestes Werk Langehat es gedauert, desto besser wurde sie! Nach 3 ½ Jahren Arbeit ist sie endlich raus, die neue, dritte CD vom Franzosen mit AachenerStaatsbürgerschaft Renaud Marquart:
Ribambelle de matins à Molfetta 13 eigenwillige Songs, die zwischen atmosphärischen akustischenBalladen, handgemachter Rock-Musik, Afro-Rhythmen und FrenchSongwriting pendeln Die Platte, von Martin Rohdich produziert, wurde in Aachen aufgenommenund in England von Stuart Bruce abgemischt.
Renaud Marquart (Gesang, Gitarre) und Band (Martin Rohdich, e- und akustische Gitarren, Sebastian Naas, Bass und Yann Le Roux, Drums und Percussions) werden von einigen der Gastmusiker, die auf der CD mitgewirkt haben, unterstützt: Manu Frey, Agnes Molnar und Heiko Wätjen, Backings und Gesang, Nina Leonards, Geige, Almuth Ensinger, Cello und Thomas Berndt, Flügel.
Ja,das Hinterland des Augenblicks existiert tatsächlich – travail sonique sinddort unterwegs. Da werden die Minuten destilliert, die Sekunden flächigausgebreitet, da kann eine wie zufällig eingeworfene Phrasierung das Ticket fürdie große Reise sein. Aus den Tiefen dieser Klang-Kaleidoskope schimmert dieErkenntnis des Nicht-Greifens. Jedes Thema, jeder Beat ist es wert, betrachtetund in die Hand genommen zu werden, aber die wahre Magie entfaltet sich erst imAkt des Loslassens, wissend um die Vergänglichkeit der Phänomene. Wenn ich michder brüchigen Präsenz des Vergangenen und des Gegenwärtigen erinnere, dannbefindet sich jede Note, jeder Klang am richtigen Platz. Fernabvon Pathos und hohler Symbolik wird hier eine Flamme gespeist: intensiv,atmosphärisch und mit jugendlicher Leichtigkeit. Dabei geht keiner der Akteurezu weit voraus,immer bleiben die anderen in angenehm verbundener und unterstützender Reich-weite.So sind travail sonique mal die groovende Band, mal das fast kammermusikalischagierendeEnsemble, mal das anarchische Kollektiv.
WesentlichenAnteil an der beeindruckenden musikalischen Strahlkraft hat der Co-Produzentund Sound-Schamane Walter Quintus, dessen legendäres Talent sich im Aufnahme-und Mischprozess kongenial mit den Visionen der Band zu verbinden vermochte. Dievielbeschworene „Neue Innerlichkeit“ – hier ist sie. Jenseits verschrobenkonstruierter Esoterik bilden travail sonique eine farbige und nach vorngewandte Moderne ab: REMEMBER NOW ist Thymian und Brandy, Kerzenlicht und Neon,Wiese und Asphalt, Tempel und Club. www.travailsonique.de